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Ablauf einer Motorflugausbildung

Fliegen lernen ist keine Hexerei! Doch zu Beginn steht Ihnen eine solide theoretische Ausbildung bevor. In total 9 Fächern legen Sie am Ende des Kurses eine Prüfung ab, die von der NAA (National Aviation Authorities) dem BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt) abgenommen wird. Das Lernen der verschiedenen Theorie-Einheiten fällt relativ leicht, da man sich hier mit einem Stoff auseinandersetzt, der äusserst interessant ist. Die einzelnen Fächer sind:

10 Luftrecht
20 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis
30 Flugleistung und Flugplanung
40 Menschliches Leistungsvermögen
50 Meteorologie
60 Navigation
70 Betriebsverfahren
80 Grundlagen des Fluges
90 Radiotelefonie

Unsere Theoriekurse laufen das ganze Jahr hindurch und dauern 26 Abende (jeweils Dienstags 19:00-22:00). Kursbeginn ist jeweils Anfang Januar oder Anfang Juli. Es ist auch möglich in laufende Kurse einzusteigen und damit überlappend im anschliessenden Kurs den fehlenden Stoff aufzuarbeiten (siehe Programm PPL-Kurs).

Mit der praktischen Ausbildung sollte begonnen werden, wenn Sie ca. die Hälfte der Theorie absolviert haben. Unser Sekretariat bzw. unsere Fluglehrer können Sie hier beraten. Die Ausbildung umfasst gemäss den Regeln der JAR-FCL (Joint Aviation Requirements-Flight Crew Licencing) mindestens 45 Flugstunden. Gemäss Erfahrungswerten werden es etwas mehr sein. Unsere Kostenaufstellung gibt Ihnen einen Überblick über den zu erwartenden Aufwand. Es ist uns wichtig, dass Sie bereits zu Beginn Ihrer Ausbildung alle Fakten kennen.

Der Weg zur Privatpiloten-Lizenz ist in 10 Ausbildungsstufen unterteilt:

Zu Beginn einer Flugausbildung werden Sie mit dem Flugzeug, dem Flugplatz und der Umgebung vertraut gemacht. Auf mehreren Flügen erlernen Sie die Grundlagen des Fliegens:
- Horizontalflug
- Steigflug
- Sinkflug
- Kurvenflug
Die Anwendung und das Lernen von Checks sind ebenfalls wichtige Ausbildungselemente.

In der zweiten Ausbildungsphase lernen Sie die Standardverfahren im Flugplatzbereich, d. h. Flugverfahren und Manipulationen im Flugplatzbereich, Platzrunden-Geographie, Start, Anflug und Landung.

In Stufe drei werden Gefahrenzustände erflogen sowie Notverfahren und Notlandeübungen durchgeführt.

Anschliessend wird das Gelernte mit weiteren Übungen gefestigt und die ersten Solo-Flüge durchgeführt.

Die ersten Überlandflüge sind Thema der Ausbildungsstufe fünf. Der erste Alpenflug wird zu einem "High-Light" der Flugausbildung.

In Stufe sechs werden weitere Notverfahren geübt.

Mit Stufe sieben stehen weitere Überlandflüge sowie der Anflug von für den Schüler neuen Flugplätzen auf dem Programm.

Das Fliegen mit Hilfe von Instrumenten wird in einer weiteren Ausbildungsphase zuerst im Simulator und anschliessend im Flugzeug trainiert. Hier geht es jedoch nicht um den Instrumentenflug, sondern um das richtige Interpretieren von Fluginstrumenten.

In der neunten Stufe liegt der Ausbildungs-Schwerpunkt auf der Navigation mittels Radionavigations-Instrumenten. Hier wird ebenfalls der Flugsimulator der Fliegerschule eingesetzt.

Stufe zehn bereitet Sie dann auf die Flugprüfung vor. In mehreren Flügen wird am Doppelsteuer und auf Soloflügen das Gelernte gefestigt.

Gut vorbereitet wird Ihr Fluglehrer Sie anschliessend zur Prüfung anmelden. Auf diesem Flug mit einem Experten des Bundesamtes für Zivilluftfahrt beweisen Sie sich selbst, dass Sie die Fähigkeiten eines Privatpiloten besitzen.

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